Üben und fahren mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln

Üben und fahren mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln

An meinen Arbeitsplatz fahre ich jeden Tag mit S-Bahn und U-Bahn. Das werde ich also auch mit Naya machen. Wir haben drei Wochen Zeit, um das zu üben. Ab dann wird sie nämlich jeden Tag mit zu mir ins Büro mitkommen. Wie schaffen wir es also, dass sie gerne mit den Öffentlichen fährt?

Menschen und Lärm müssen vertraut sein

Beim gemeinsamen Gassi gehen, gehen wir ganz bewusst Menschen, Autos, Lärm, Fahrradfahrern, Straßenbahnen, Hektik und anderen Tieren nicht aus dem Weg. Der Hund soll sich von Anfang an daran gewöhnen, dass sie in einer unruhigen Welt lebt. Wichtig ist uns, dass wir ihr immer das Gefühl geben, dass sie dabei nicht alleine ist. Sie soll uns vertrauen und dafür müssen wir uns ihr Vertrauen erste einmal erarbeiten. Wir versuchen also sie immer, schützend zur Seite zu stehen. Konkret bedeutet es, immer körperlich zwischen ihr und der „Gefahrenquelle“ zu stehen und wenn es ihr zu viel wird, sie aus der Situation zu nehmen bzw. noch besser das kurz vorher schon zu erkennen.

Den Stress vor S-Bahn und U-Bahn zu nehmen.

Schon ganz zu Anfang bin ich mit ihr bereits den Weg zur S-Bahn Station gelaufen. Später als sie sich schon daran gewöhnt hatte, bin ich mit ihr direkt zur Station an den Bahnsteig gegangen. Erst als wenig los war und keine Bahn gekommen bzw. abgefahren ist. Das habe ich dann immer weiter gesteigert. Es waren viele Personen am Bahnsteig. Dann ist der Zug weggefahren und als sie das gut gemacht hat, habe ich den Zug einfahren lassen und eine Menschentraube ist ein und ausgestiegen. Ich war natürlich immer direkt bei ihr und habe dem Hund das Gefühl gegeben, dass sie nicht allein ist. Als das alles gut geklappt hat, bin ich das erste mal mit ihr gemeinsam S-Bahn gefahren. Nur eine Station und dann wieder zurück. Dabei habe ich sie auf den Schoss genommen. Alles sehr aufregend, sie hat es aber trotzdem souverän gemeistert. Wir sind dann immer öfter auch längere Strecken gefahren.

Nach den drei Wochen Üben, um mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit zu fahren, war sie soweit und Naya hat es ganz prima gemacht. Jetzt nach ein paar Wochen, ist das fahren mit Bus und Bahn gar kein Thema mehr. Sie steigt ein, sucht sich ihren Platz an meinen Beinen legt sich hin und schläft dann oft sofort ein. Selbst wenn die Öffentlichen total überfüllt sind. Dann muss ich aufpassen, dass sie niemand aus versehen tritt.

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