Ein Mops Wochenende mit Folgen

Ein Mops Wochenende mit Folgen

Damit hatten wir nicht gerechnet. Wir waren zu Besuch bei der Schwester meines Manns. Ein Leonberger – Lucy – und ein Leonberger Schäferhund Mischling – Leo – sind hier zu Hause. Und ein Mops. Und in diesen Mops namens Mia verliebte sich unser Sohn. Während er sich respektvoll von den beiden anderen Hunden fern hielt – immerhin waren die Hunde und er auf Augenhöhe – ließ sich der Mops streicheln und kuscheln und knuddeln – und ertrug die Zuwendung unseres Sohnes mit stoischer Ruhe. Und das das ganze Wochenende lang. Voller Stolz durfte er beim Gassigehen die Leine halten und den kleinen Hund herumführen.

Wir waren noch nicht wieder auf dem Weg nach Hause lag er uns bereits in den Ohren, dass er sich auch einen Mops wünscht. Oder besser gesagt eine Mia. Am liebsten hätte er sie einfach mitgenommen, doch das war seinem Cousin als Herrchen von der kleinen Mopsdame dann doch zu viel. Ehrlich gesagt, mein Mann und ich waren entsetzt. Nicht etwa, weil unser Sohn sich einen Hund wünschte, nur warum ausgerechnet einen Mops? Diese kleinen schnaufenden Kugeln auf vier Beinen? Pino und ich waren beide mit Hunden groß geworden. Mit Hunden, also solchen, die mindestens Kniehöhe erreichen. Schon lange liebäugelten wir mit dem Gedanken, wie schön es wäre, wieder einen Hund zu haben. Doch da wir beide berufstätig sind, hatten wir diesen Wunsch nie zu Ende gedacht. Die kleine Fellnase den ganzen Tag alleine zu Hause zu lassen, kam für uns nicht in Frage. Und ein Mops auch nicht.

Wir hofften, dass die Begeisterung für den Mops bald wieder verebben würde, doch wir hatten uns getäuscht und nicht mit der Hartnäckigkeit unseres Sohnes gerechnet.

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  1. Wunderbare Geschichte.

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